Hinweis in (sehr) persönlicher Sache

Als man mich nach elf Jahren Schulpflicht – als immer noch hoch bzw. sogar noch mehr* traumatisierten Jugendlichen – aus der Schule entließ, konnte ich eigentlich nicht richtig schreiben, weswegen man mir den einen oder anderen Rechtsschreib- und Gramatikfehler verzeihen möge. Ich schreibe einzig und alleine aus meinem Bauchgefühl heraus und könnte ohne ein Computer-Textprogramm nicht einmal einen einzigen Satz fehlerfrei zu (virtuellem) Papier klecksen. Zum Glück konnte ich das aber immer gut verbergen, da die IT-Welt seit meiner Kindheit** meine größte Leidenschaft ist.

*) Zur familiären Katastrophe*** die bereits vor meiner Schulzeit statt fand, durfte ich zum Ende meiner Schulzeit auch noch den zweijährigen Todeskampf meiner krebskranken Mutter mit erleben, den sie nach zwei Jahren brutalste Chemotherapie aber zum Glück gewann.

**) Als mein Erich (Honecker) noch der felsenfesten Überzeugung war, dass unsere Mikroelektronik einfach nicht klein zu kriegen ist. 😉

 

Ich lerne auch nur durch entsprechende Korrekturhinweise, ohne aber die Regeln zu kennen, geschweige denn sie überhaupt zu begreifen und es hapert auch mein Leben lang an meiner Konzentrationsfähigkeit***. Ich habe deswegen aber nicht einmal mehr den Hauch eines Schuldgefühls, sondern bin dagegen der Meinung…

 

Ist das ein geiles Geschäftsmodell!

Die Gesellschaft verkauft mir

„Ihre“ Unfähigkeit,

als „meine“ Schuld.

 

***) Weil mein Gehirn seit meinem fünften Lebensjahr im ständigen intensiven Analysemodus ist und das unentwegt (Tag und Nacht), nach der Frage „Warum?****… nimmt sich ein erwachsener frisch geschiedener Mann und mehrfacher Vater, der aber ohne Probleme den Umgang mit seinen Kindern gewährt bekommt, das Leben, in dem er sich eigenhändig vergast und warum sind die so genannten Erwachsenen bzw. eine ganze Gesellschaft darauf hin völlig unfähig, einen kleinen, dadurch hoch traumatisierten Jungen bzw. Sohn aus dem ihn fast lebensunfähig machenden Traumata raus zu holen und stecken ihn z.B. lieber (im Alter von acht Jahren) in die Psychiatrie, statt einfach mal mit ihm über alles zu reden?

Die für mich ultimativ wichtigste Antwort habe ich zu meinem großen Glück darauf bereits vor langer Zeit gefunden und seit einiger Zeit besingt diese Antwort sogar die „Basis“…

 

****) Die Lehre von den Ursachen (aus philosophischer Sicht), auch als > Ätiologie < bekannt, wird in unserer heutigen Gesellschaft völlig ausgeblendet bzw. kommt sie nur nur noch ansatzweise im medizinischen Bereich vor.

 

Ich bin die ständigen – oft sogar schon beinahe kriminellen – Verdrehungen der Schuldfrage und den damit permanenten einhergehenden Abwertungen und Beleidigungen meiner Person total leid, da ich mich u.a. inzwischen (fast?) vollständig aus dem Stockholm-Syndrom befreien konnte. Ich huldige nicht mehr meinen Peinigern, sondern stelle sie nun dagegen selbst – in aller Öffentlichkeit – an den Pranger.